Mac mini als Media Center – Teil 1 Anforderungen
schrieb am 31. März 2010AndreasMit dem heutigen Beitrag starten wir eine umfangreiche Artikelserie zum Thema Mac mini als Media Center. Ich möchte euch zeigen, wie ich aus meinem Mac mini ein Media Center gemacht habe und wie ich dabei vorgegangen bin.
Zunächst stellt sich die Frage warum sich der Mac mini als Media Center eignen sollte und warum man nicht auf das Apple TV zurückgreift, da es doch genau für diesen Anwendungsfall entwickelt wurde. Diese Frage ist berechtigt, aber für mich kurz zu beantworten:
- Das Apple TV hat kein DVD Laufwerk
- Für das Apple TV benötigt man noch einen weiteren Rechner mit iTunes
- Der Mac mini ist kompakt, relativ leise und sieht gut aus
- Der Mac mini ist im Gegensatz zum Apple TV eine “offene Plattform” und kann weitere Aufgaben übernehmen
- Der Mac mini lässt sich mit Peripherie leichter erweitern
- Der Mac mini hat mehr Leistung als das Apple TV (wichtig bei TV-Aufnahmen oder weiterer Nutzung als Server)
Diese Liste lässt sich noch weiter ausführen, aber ich denke es ist bereits deutlich, dass der Mac mini viele Vorteile mit sich bringt. An dieser Stelle möchte ich jedoch noch kurz erwähnen, dass mit dem Apple TV ein Client-Server basiertes Media Center-Modell verfolgt wird, d.h. es gibt irgendwo einen leistungsstarken Media Server auf den dann unter Umständen mehrere Apple TVs zugreifen können (entsprechende Netzwerkinfrastruktur vorausgesetzt). Mit dem Mac mini als Media Center verfolgen wir eher das All-in-One-Modell, wobei man später auch Apple TVs als Ergänzung einsetzen kann. Als Nächstes möchte ich noch kurz darauf eingehen, was ein Media Center eigentlich ist und wer ein solches benötigt.
Was ist ein Media Center und wer braucht so etwas?
Laut Definition bezeichnet man ein Media Center eigentlich als Home Theater Personal Computer (kurz: HTPC). Dieser PC bzw. in unserem Fall Mac soll die klassischen HiFi-Geräte ersetzen und deren Aufgaben übernehmen, da er durch seinen modularen Aufbau sehr flexibel ist. Der Begriff Media Center hat sich vor allem durch Microsofts Media Center Edition (HTPC-Softwarelösung) durchgesetzt.
Ein Media Center ist somit ein “normaler” Computer, der einen DVD-Player, einen Video-Rekorder, einen CD-Player etc. ersetzen und zudem auf weitere Inhalte wie IPTV zugreifen kann. Als besondere Anforderung sollte er eine kompakte Bauform besitzen und einen sehr niedrigen bis gar keinen Geräuschpegel besitzen.
Daraus ergibt sich eigentlich auch schon die Antwort auf die Frage für wen ein Media Center interessant ist – für alle diejenigen, die ihre Filme, Musik, Fotos etc. digital und zentral speichern und an einem großen Display, Fernseher oder über einen Projektor wiedergeben wollen.
Welche Anforderungen sollte ein Media Center erfüllen?
Genau diese Frage sollte man sich zu Beginn stellen, bevor man auf der Suche nach der für sich passenden Lösung geht. Bisher ist das Verständnis für ein Media Center ein Computer mit Software- (Media Center Software, Mediathek-Verwaltung, etc.) und Hardware-Komponenten (TV-Karte, Fernbedienung, etc.), die ihn dann zum Media Center machen. Die nachfolgende Mindmap soll zeigen, was für mich alles zu einem Media Center gehört.

Neben dem Computer, in unserem Fall ein Mac mini, gehört für mich auch ein Soundsystem, ein Fernseher, weitere Peripherie und natürlich Software zu einem Media Center. Diese Komponenten werden somit alle in dieser Artikelserie behandelt.
Die Ausgangssituation
Die nachfolgende Abbildung soll die Ausgangssituation für diese Artikelserie veranschaulichen und ist gleichzeitig Grundlage für die spätere System- und Komponentenwahl.

Wie man der Abbildung entnehmen kann, gibt es bereits ein Netzwerk mit den folgenden Komponenten:
- o2 DSL WLAN Router mit VoIP, integrierter Firewall und 4-Port 100MBit-Switch
- Eine Buffalo Terrastation Pro* (Network Attached Storage) für Time Maschine Backups via Netzwerk
- Ein Multifunktionsgerät MFC 440CN von Brother mit Fax, Scanner, Kopierer und Farb-Tintenstrahldrucker
- Ein Kyocera Mita FS-1010 Schwarz/Weiß Laserdrucker* mit Printserver
- Und zwei MacBook Pros mit 13″ und 15″ von Apple*
Neu hinzugekommen ist der Mac mini (Late 2009) für 549,00 €* den ich mir mit folgender Konfiguration gekauft habe:
- 2,26 GHz Intel Core 2 Duo
- 160 GB HDD
- 2 GB RAM
- 8x Superdrive-Laufwerk mit Double-Layer-Unterstützung
- NVIDIA GeForce 9400M mit MiniDVI- und MiniDisplayPort-Ausgang
- Zusätzlich eine Magic Mouse für 69,00 €
- Zusätzlich ein Apple Wireless Keyboard* ebenfalls für 69,00 €
- Eine Apple Remote in weiß habe ich bereits, wer noch keine hat muss die Alu-Variante zusätzlich bestellen
Das soll es erst einmal zu den Anforderungen und der Ausgangssituation gewesen sein. Im nächsten Teil wird es um die erste Inbetriebnahme des Mac minis gehen und wie man den Mac mini an ein Fernsehgerät bekommt.
Weitere Anregungen, Fragen und Wünsche sind jederzeit in den Kommentaren willkommen!
* = Affiliate-Link

Am 23. April 2010 um 11:08 Uhr
Wann wird denn in etwa der nächste Teil veröffentlicht?
Am 23. April 2010 um 11:13 Uhr
@Blue: noch diese Woche, wahrscheinlich Morgen im Laufe des Tages.
Am 20. August 2010 um 07:18 Uhr
Hi,
welche Mindestkonfig sollte ein MacMini haben? ich möchte den Mini als “Allround-Apspielgerät” benutzen. 5.1 ist mir nicht wichtig.
Ich habe ein paar Filme, meine iPhoto und iTunes Mediathek. Das möchte ich auch meinen FLatTV bringen.
HDMI wäre fein ,aber soviel GEld möchte ich momentan nicht ausgeben.
Was wäre also die Mindestkonfiguration???
Danke im voraus.
Alexander
PS: Bist im übrigen auf meinem Blogreader. Bei Twitter sind wir schon länger zsammen.
Am 24. September 2010 um 09:35 Uhr
Tolle Seite,
Weiter so!
Lg
Manuela
Am 11. Juni 2011 um 12:27 Uhr
[...] Informationen lassen sich auf der fokgenden Seite finden: > Free Mac Software [...]