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So bleibt der Mac sauber

Samstag, 08. Dezember 2012, 13:47 Uhr
Die Zeiten, in denen Macs paradiesischen Feldern ganz ohne Virenbedrohung glichen, sind leider vorbei. Zwar wird OS X noch lange nicht so häufig angegriffen wie Windows, doch in den letzten Jahren ist immer mehr Malware speziell für den Mac entwickelt worden. Ganz ohne Schutz geht es heute nicht mehr.

Virenschutz beim Mac und Macbook


In den beiden neuen Betriebssystemen OS X Lion und OS X Mountain Lion hat Apple neben seinem internen Virenschutzprogramm ein weiteres Feature eingebaut, das sich Gatekeeper nennt. Dieses soll vor allem vor Malware schützen, die über neue Apps auf den Mac gelangen. Selbst Apple hat erkannt, dass Nutzer nicht nur im offiziellen App Store einkaufen, dessen Dateien alle von Apple geprüft wurden, sondern häufig auch Apps aus anderen Quellen beziehen. Allerdings ist Gatekeeper ein zweischneidiges Schwert: Das Programm verhindert die Installation von Apps, deren Entwickler sie nicht mit einer Developer ID ausgestattet haben. Und diese Developer ID, eine digitale Signatur, können Entwickler nur von Apple bekommen. Zwar kann Gatekeeper auch umgangen werden, indem die Einstellung "alle Apps erlauben" aktiviert wird, doch dann greift eben auch kein Schutz vor potenzieller Malware.

Anders gesagt: Der Virenschutz von Apple prüft die Dateien und Apps nicht, wenn sie heruntergeladen werden, sondern hält lediglich nach der Developer ID Ausschau. Daher ist ein echter Virenscanner die bessere Wahl, um den eigenen Mac sinnvoll zu schützen. So prüft er jede neue Datei auf ihren Inhalt und kann so viel gezielter Malware identifizieren und blockieren, ohne dass die Installation von diversen Apps beeinträchtigt wird.

Gesunder Menschenverstand: der beste Virenschutz


Noch immer gilt jedoch die alte Computerweisheit, dass der gesunde Menschenverstand der beste Schutz gegen Viren und Malware ist. Experten können noch so viel zum Thema Sicherheit schreiben: Es nützt alles nichts, wenn der unbedarfte Nutzer die ZIP-Datei im Anhang einer E-Mail mit unbekanntem Absender öffnet oder eifrig auf einen Link klickt, der ihm Nacktfotos eines Popsternchen versprechen. Dies gilt für Macs heute genauso wie für Windows-Computer.

E-Mail-Anhänge sollten überhaupt nur geöffnet werden, wenn der Absender bekannt ist und der Empfänger genau weiß, was kommt, z.B. wenn die beste Freundin Fotos der letzten Party schickt und dies auch angekündigt hat. Auch Links sollten nur mit Vorsicht angeklickt werden. Das Gleiche gilt übrigens auch für Social Networks: Immer wieder kommt es vor, dass Hacker einen Account kapern und unter dem Namen eines Freundes Links zu infizierten Seiten veröffentlichen.
Dieser Artikel wurde eingeordnet unter: Software, Apple, Mac OS X, Mountain Lion, Antivirus, Sicherheit und gatekeeper

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